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20.07.2019

Leseprobe ‚Koridians Schätzung‘

… „Alles!“, antwortete Koridian. „Es darf nicht einmal angedacht werden, die Erde zu verlassen. Sehen Sie sich das soziale Gefälle an. Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, die können sich an jeder Raststätte vollessen, ohne Kalorienkontingent, und es gibt Leute, die müssen den ganzen Monat Kalorien sparen, um an dessen Ende eine Packung Schokolade verschenken zu können. Und dann kommt jemand und sagt: ‘Ihr könnt auswandern, in eine Welt, die auf jeden Fall nicht schlechter ist. Eine Welt, die ein Versprechen abgibt. Das Versprechen, das es jeder schaffen kann, wenn er nur fleißig genug ist‘. Würden Sie diesen Versuch nicht wagen? Ich schon.“

„Auf dem Mars haben Sie genauso ein Kalorien-, Wasser- und Energiekontingent. Noch sehr viel rigider, als hier“, gab Koltowsky zu bedenken.

„Es ist aber eine andere Situation. Abgesehen davon, dass für den Menschen das Gras hinter dem Zaun immer grüner ist, kommt das Neue, das Abenteuer, die Hoffnung dazu. Sie können alles hinter sich lassen; Dreck, Armut, Kriminalität. Die Menschen werden hier in Abhängigkeit gehalten und verdienen so wenig, dass sie gerade einen Monat davon leben können und ansonsten verhungerten, wenn sie nicht immer weiterarbeiteten. Ihnen ist völlig klar, dass sie immer in Abhängigkeit bleiben werden, dass sie niemals frei sein und völlig über sich selbst entscheiden können. Durch ihre Berufe werden die meisten Menschen an einem Ort gefangen gehalten. Es bedarf keiner Gitterstäbe, sondern nur der Drohung des Entzugs von Lohn oder Gehalt, zumal das Einkommen so gering ist, dass sie eh nirgendwohin könnten. Sie können am Wochenende mal wegfahren, müssen aber am Montag wieder da sein. Eine faktisch vollständige Kontrolle – auch durch die Überwachung ihrer Wagen und Phones. Da die Menschen in dieses System hineingeboren werden, nehmen sie es resigniert hin. Nicht umsonst gibt es mehrmals in der Woche Lotterien, die Hoffnung vorgaukelt, je aus diesem System ausbrechen zu können. Nicht umsonst nehmen wöchentlich Millionen Menschen daran teil. Wenn der Staat sie bewirbt, weiß er genau, was er tut. Nicht nur, dass die Menschen ihr Geld ausgeben und er enorme Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel zieht, hat kaum jemand die Chance zu gewinnen. Die, die es tun, können meist damit nicht umgehen und verlieren es in wenigen Monaten wieder. Der Einzige, der davon profitiert, ist der Staat.“

Zweifelnd sah Koltowsky Koridian an. Dieser konnte fast hören, was er dachte.

„Gefangen gehalten?!“, echote er. „Aber das wir eine extreme Ein- und Auswanderung in fast allen Ländern haben, davon haben Sie schon mal gehört?! Und dass jeder hingehen kann, wohin er will, und an jedem Ort, mindestens in Europa, arbeiten kann, wo er will, wissen Sie?!“

Koridian erwiderte nichts, blickte Koltowsky nur an. Sah dann das Verstehen in den Augen des Anderen und nickte.

„Genau das zum Beispiel wären Kandidaten für Weltraumkolonien. Die jährlichen Ein- und Auswanderungszahlen gehen weltweit in die Millionen. Solange sich in den einzelnen Ländern die Ein- und Auswanderungszahlen die Waage halten, funktioniert dieses System auch. Doch stellen Sie sich vor, die wanderten nicht in ein anderes Land, sondern auf den Mars. Der Mars verheißt einen neuen Lebensentwurf. Dazu kommt eine riesige Portion menschliche Fantasie, Wünsche, Vorstellungen und Hoffnung. Alles, was sie hier niemals würden umsetzen können.“

„Und Sie meinen die Regierungen wollen das verhindern?“, fasste Umme zusammen.

„Nein, sie wollen nicht, sie tun es. Und das schon seit hundert Jahren. Wernher von Braun hat schon Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in seinem Buch ‘das Marsprojekt‘ mit allen Details, Berechnungen und allem Drum und Dran dargelegt, wie wir zum Mars fliegen können. Es war eine regelrechte Gebrauchsanweisung. Es fehlte schlicht am Engagement der Staaten, um das Projekt durchzuführen. Die Apollo-Missionen machten Brauns Buch immer bekannter. Und dann kam in den Sechzigern Präsident Nixon. Die Militärs und Geheimdiensten indoktrinierten ihn. Er erkannte nicht nur Brauns Potenzial, sondern auch die Gefahren, die damit für die Staatssysteme verbunden waren – und so schlug Nixon das Projekt tot. Denn die Präsidenten verlassen sich auf die Militärs und Geheimdienste, die sie beraten. Er schlug es tot, einfach, indem er dafür sorgte, dass der Betrieb der Saturn-V-Rakete, die einzige, die es bis zum Mars hätte schaffen können, unter fadenscheinigen Begründungen, eingestellt wurde. Stattdessen legten sie das Shuttleprogramm auf und unterhalten die ISS, deren Ergebnisse das Metall nicht wert sind, aus dem sie gebaut wurde. Die Militärs und Geheimdienste waren außerordentlich weitsichtig und sahen sehr wohl die Gefahren für die Mächtigen, sollten sich Massen zum Mars aufmachen.“

„Das Shuttleprogramm kreierten die Regierungen wegen des Kalten Krieges“, warf Koltowsky ein. „Die US-Militärs und US-Nachrichtendienste benötigten es. Das kann man wohl kaum fadenscheinig nennen.“

„Den Kalten Krieg gab es, aber vielleicht war er eine gute Ausrede, um die Saturn V zu stoppen. Die ISS hat bis zu ihrem Niedergang nur Kosten verursacht. Jedes Projekt mit ihr war ein Kosten-Plus-Projekt. Nee, die Shuttlemissionen sollten die Bevölkerung einschläfern und ihr vorgaukeln, dass alles versucht würde, um zu den Sternen zu fliegen, es aber leider, leider bisher nicht geklappt hat.“

„Ich finde das zu einfach, Herr Stein.“ …

07.6.2019

Und weiter geht es. Aktuell habe ich mein Buch beim Selfpublisher Preis gelistet. Wer drückt mir die Daumen?

Informationen zum Selfpublisher Preis  
Gabriel Lorrett ‚Koridians Schätzung‘ Bestellmöglichkeit im BoD- Shop Books on Demand
Bestellen bei Amazon

20.05.2019

Die ersten positiven Lesermeinungen – vielen Dank. Wenn auch Sie ein Statement zu dem Buch ‚Koridians Schätzung‘ abgeben möchten, freue ich mich auf Ihre Mail:

– Ich lese schon fleißig und bin überrascht wie interessant und spannend ich das Buch finde, obwohl ich mich eigentlich nicht für „Science Fiction“ im klassischen Sinne interessiere.

– gruselige Zukunft – kann ich mir gut vorstellen

– hoffentlich fangen wir bald an und fliegen zum Mars

– witzig, welche Wendungen die Geschichte immer wieder nimmt.

– ein bisschen zu viel Kaffee 😉

– Habe übrigens gestern die letzten hundert Seiten ihres Buches gelesen. Hatte zwischendurch zeitbedingt eine Pause eingelegt. Dieses Buch ist irgendwie anders.

– Bin gespannt wie es weiter geht.

– ich freu mich schon auf den zweiten Band

08.03.2019

KORIDIANS SCHÄTZUNG IST JETZT IM HANDEL

Eine Leseprobe auf BoD
Kauf im BoD-Shop
Kauf auf Amazon

06.03.2019

Nun ist das Buch im Druck:

Autor: Gabriel Lorrett
Titel: Koridians Schätzung
Seiten: 412
ISBN: 9 783 749 429 790
Verlag: Books on Demand
Preis: € 14,99

 

02.03.2019

24.02.2019

23.02.2019

Ich bin doch glatt gefragt worden, worum es in meinem Buch geht. Also das ist so:
2078: Iris und Alexander Stein, zwei deutsche Journalisten, deren Rechercheinteresse dem möglichen Besuch von Außerirdischen, der Besiedelung fremder Planeten und der dahinterstehenden Technik gilt, werden getötet.
Ihr Sohn, Koridian, gleichfalls Journalist, setzt sich wegen der Untätigkeit der Defence, der Staatssicherheit, das Ziel, diese Morde aufzuklären.
Bei seinen Recherchen stößt er nicht nur auf verfolgte und viele tote Wissenschaftler und Außerirdische, sondern auch auf entsetzliche Machenschaften eines völlig außer Kontrolle geratenen deutschen Agenten und kommt dessen Sonderprojekt auf die Spur, welches geeignet ist, unsere Zivilisation völlig zu vernichten und uns  in die Steinzeit zurück zu katapultieren.
Koridian muss sich fragen, wie weit er bereit ist zu gehen, wie viel er bereit ist, zu ertragen, was er bereit ist, aufzugeben, um der Menschheit zu ermöglichen, ihre Zivilisation zu sichern, aber auch, zu den Sternen zu reisen.

23.02.219

Das Cover, für das ich mich entschied, war schon besetzt. Es gibt wohl nichts dooferes, als wenn zwei Bücher das gleiche Cover haben. Also habe ich noch einmal gesucht. Diesmal habe ich aber ein schickes gefunden.

Februar 2019

Zwischenzeitlich hatte ich ein sehr aufschlußreiches Gespräch mit einer super netten und extrem kompetenten Dame von BoD.

Nachdem ich ca. zehn Cover ausprobiert habe, konnte ich mich nun endlich für eines entscheiden.Jetzt geht es darum, dieses Bild durch Paint so zu bearbeiten, dass es nicht nur toll aussieht, sondern auch noch zur Buchgeometrie passt.

 

Januar 2019

Mein Debütroman ist nun auf der Zielgeraden. Ich habe den Text fertig, ihn lektoriert und redaktionell durch das Pressebüro Hammaburger Texte bearbeiten lassen, woraus noch viele, viele wertvolle Tipps hervorgegangen sind und damit Änderungen vorgenommen wurden. Dann habe ich es ins Format gebracht und gehe jetzt auf die Suche nach einem Cover.

 

Dezember 2018

Der Autorenname Gabriel Lorrett, ist ein Pseudonym. Ich bin in Hamburg geboren, habe dort studiert.

Aus der Enterprise-Ära stammend, wünschte ich seit Jahrzehnten eine bestimmte Art von Science Fiction – die leider nie auf dem Markt erschien. Also schreibe ich sie jetzt selbst.

Auch bedauere ich sehr, dass es so wenige deutsche Science-Fiction-Autoren gibt und Verlage lieber billige Lizenzen aus dem Ausland erwerben, anstatt deutsche Autoren zu unterstützen. Denn dies ist für den deutschen Buchmarkt tödlich, da ein lizenziertes Buch viel billiger verkauft werden kann, als es ein neu aufgelegtes Buch je könnte – kein Lektorat, kein Korrektorat, keine Werbung. Nur der Text – und ab auf den Markt. Das ist auch der Grund, warum meine Bücher teurer sind, als die aus dem Ausland übersetzten, in Lizenz veröffentlichten Bücher. Meine müssen lektoriert, redaktionell bearbeitet werden – und ein anständiges Cover benötigen sie ja auch.

Aktuell arbeite ich an meinem Debütroman. Ich hoffe, dass Sie in Kürze genauso viel Spaß beim Lesen haben werden, wie ich beim Schreiben hatte. Meine Bücher werden bei Books on Demand erscheinen. Viele Themen, die in meinem Roman angesprochen werden, werden auf meiner Internetseite ausgearbeitet.

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