Urheberrechtsreform durchgewunken – Brötchen kosten Geld

Die Urheberrechtsreform erhitzt seit Wochen die Gemüter – insbesondere § 13, der dafür sorgen soll, dass Plattformbetreiber Urheberrechtsverletzungen unterbinden. Doch was ist daran so schrecklich?

Jemand hat einen Text geschrieben, einen Text, hinter dem nicht nur Wissen, also Bildung steckt, sondern einen Text, der, so wie er dort steht, dem Geist des Schreibers entsprungen ist. Wie kann es sein, dass dann jemand, der diese Fähigkeit nicht hat, diesen Text einfach an sich nimmt, veröffentlicht und im schlimmsten Fall als seinen eigenen ausgibt?

Menschen, die schreiben, leben meist davon. Fatal, wenn ihnen ihre Texte gestohlen werden.

Wir mögen alle Brötchen. Doch jeder hätte vollstes Verständnis dafür, ginge eine Person in eine Bäckerei, bediente sich, ohne zu zahlen, wenn diese Person wegen Diebstahls festgenommen würde. Der Bäcker lebt vom Verkauf seiner Brötchen und müsste schließen, wenn sie ihm immer und immer gestohlen würden und er nichts mehr verdiente.

Warum glaubt dann ein großer Teil der Bevölkerung, dass geistiges Eigentum gemeinfrei sei, somit nicht existiere und deshalb von jedem unentgeltlich genutzt werden dürfe?

Jeder von uns besitzt Wissen. Doch woher stammt dieses? Meist aus Medien. Irgendjemand muss diese Medien schreiben. Doch wer hätte die Zeit, wenn er dies neben einem Vollzeitjob tun müsste? Es gäbe kaum Wissen, wir würden noch in der medialen Steinzeit leben, unsere Lektüre in der Schule bestünde aus der Bibel – und jeder könnte nur rudimentär lesen und schreiben.

Menschen müssen für ihre geistige Leistung entlohnt werden – und dies kann nur geschehen, wenn ihre geistige Leistung geschützt wird.

Wer schon einmal seinen Job verlor, weil sein Unternehmen aufgrund zu niedriger Absatzzahlen in Konkurs ging, weiß, was ich meine.

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